Die Lehren über die Tugenden ist Teil der christlichen Ethik und Moral. Ethik und Moral sollen hier Normen bezeichnen, die innerlich im Menschen aufgerichtet werden, sowie soziale Normen der Menschen untereinander. Die religiöse oder spezifisch christliche Moral enthält die soziale Norm des Volkes Gottes, und beruht auf der Offenbarung göttlicher Gesetze.
Moral ist die Wissenschaft vom gottvereinigenden Leben, welche uns lehrt, wie wir an die Vereinigung mit Gott in diesem Leben anknüpfen, um es im zukünftigen ewigen Dasein fortschreitend zu vollenden.
Eine Tugend ist ein dauerhaft guter Zustand, der fortwährend sittlich gute, wirksame Handlungen aus guter Gesinnung hervorbringt. Damit eine Handlung sittlich gut ist, muss sie dem gebietenen Willen Gottes entsprechen
im guten Objekt (Die Handlung darf nicht in sich selbst schlecht sein!)
in den Umständen
im guten Zweck (Zweck darf sittlich nicht geringer sein, als das Mittel)
im guten Mittel
im Motiv (Willensentschluss mit Zustimmung durch das gute Gewissen)