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In Anlehnung an ähnliche Bestrebungen der vielen neuen Ritterorden, die sich mit erstaunlicher Schnelligkeit seit einigen Jahrzehnten vermehren, und der großen Sehnsucht vieler Christen nach einem Christentum der Stärke, habe ich die Idee christlicher Ritterschaft als Grundlage eines wehrhaften Christentums der Zukunft aufgegriffen. Der hier aufgezeigte Ehrenkodex ist eine moderne Antwort auf ähnliche Formulierungen, die aber fast immer in eine ganz andere, in eine alte Richtung der Kreuzritterorden führen. Von diesen älteren Richtungen glaube ich, dass sie den Zukunftsaufgaben eines christlichen Wehrstandes nicht so gut entsprechen, wie sie es sollten. Das Ritterideal, dass ich hier vorschlage ist kein an Dogmatik oder Kirchen-hierarchien gebundenes, sondern ein freies, modernes, individuelles Rittertum, dass jeder zum Wehrstand berufene Christ, in sich ausbilden kann - egal wo er organisiert ist. Die Basis für Zusammenarbeit ist hierbei weniger eine Organisation, sondern hauptsächlich Freundschaft bzw. verantwortungs-bewußte Netzwerkarbeit zwischen Christen. Was ich mit dieser Darstellung möchte, ist wenigstens die ideele Reintegration des Wehrstandes in ein freies Christentum zu fördern. Dabei entsprechen die alten romantischen Bilder dem mythischen, grundlegenden und ursprünglichen Charakter des Ritterideals. Doch Mythos heißt hier nicht, sich zurück zu vergangenen Zeiten zu wenden. Mythos ist hier auch Gegenwart und Zukunft. Er ist zeitlos.


Vom neuen Rittertum (Einführung) 

I.  Der Ritter kämpft ehrenhaft aus Gott für Gott und für das Reich Gottes  gemäß dem Gesetz Gottes.

II. Der Ritter dient in ewiger Treue seinem König Allvater, und seiner Königin, Allmutter Sophia, und ihren irdische Entsprechungen: seinem Herrn Jesus Christus, und seiner Herrin, der Jungfrau Maria. 

III. Der Ritter verteidigt  das Volk Gottes gebildet aus allen Völkern, und die Gemeinschaft der Heiligen aller Religionen in der Aufopferung seines Lebens, und­­­­­ über seinen Tod hinaus in alle Ewigkeit.

IV. Der Ritter ehrt seine Ahnen durch treue Bewahrung ihrer Überlieferungen und durch vernunftgemäße Begleichung ihrer Schulden (Sünden).

V. Der Ritter kämpft für das Überleben der Menschheit, für Frieden und Gerechtigkeit , für spirituelle und soziale Wohlfahrt, und für den Erhalt der Schöpfung und ihrer Ordnungen.

VI. Der Ritter führt in alle Ewigkeit einen dreifachen Krieg ohne Rast und Dank zu erwarten: gegen die eigenen Sünden - für ein vollendetes Leben der Tugenden, gegen die Welt - für ihre Gestaltung nach Gottes Willen, gegen Satan und seine Dämonen - für die Heerscharen Gottes.

VII. Der Ritter schützt und ehrt die Unschuldigen, die Entrechteten, Ausgebeuteten, Unterdrückten, die Armen und Schwachen.

VIII. Der Ritter befleißigt sich des Gebetes, der Kontemplation und des Studiums heiliger Schriften, aber auch des Studiums aller Wissenschaften, die ihm bei seinem Kampf nützlich sind.

IX. Der Ritter handelt stets angemessen. Er prüft die Erlaubtheit, Geeignetheit , Angemessenheit und Erforderlichkeit der Mittel, die er anwenden könnte.

X. Der Ritter liebt seine Feinde, und tut ihnen Gutes, in dem er sie unbeirrt bekämpft und besiegt. 

XI. Der Ritter erhofft nicht eine Rettung von der Hand des Zufalls, sondern handelt unentwegt um zu siegen. Sein Frieden heißt Sieg und Vorbereitung auf neue Kämpfe.
 
XII. Der Ritter betrachtet allen Besitz der ihm zufällt, alles Einkommen und auch sein eigen Leib und Leben, seine Lebenszeit und Kräfte als Lehen, das er von Gott erhielt, um es treu zum Wohl aller Wesen zu verwalten. 

XIII. Der Ritter strebt nach überdurchschnittlicher Vervollkommnung der Tugenden, und erfüllt gegenüber Rittern mit demselben oder vergleichbaren Kodex die Grundsätze der Kameradschaft.

XIV. Der Ritter wird weder durch Geburt, Ansehen, Rang oder Weihe zum Ritter, sondern durch sein Beispiel eines Lebens nach dem Gesetz Gottes und den obigen Regeln.  Die Ritterweihe ist die äußere Anerkennung durch eine christliche Gemeinschaft.


Ein besonderer Dank für das gute Video an lannopez / web !

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Hier noch eine Art musikalischer Ehrenkodex, der sich von anderer Seite her dem Thema nähert. So ähnlich meine ich meinen Text oben auch, nur im christlichen Sinne und unter Verwendung alter Symbolik und archetypischer Figuren. Ich möchte aber darum bitten, das Lied nicht in meinem Sinn zu deuten, denn ich will es nicht etwa mißbrauchen! Würde man es in meinem Sinn interpretieren, hätte man das individualistische Anliegen meiner Webseite leider noch nicht verstanden. Darum bitte, im Sinn der Band verstehen, der von meinem sicherlich etwas verschieden ist, dem ich aber erfreut vollständig zustimmen kann! (Textzeile der Pudhys: "Wär ich so frei - ich wär dabei!") Ich bin dabei! Darum verlinke ich hier:

                                 Silbermond - Krieger des Lichts

 
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