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Das Neue am Liberalkatholischen Glauben ist, dass neben den Glaubens-bekenntnissen und den Aussagen in den liturgischen Texten, nur wenige gemeinschaftlichen Lehrsätze existieren, deren Auslegung aber völlig freigestellt ist. Es existieren in der LKK keine Dogmen, und jedem Mitglied steht es daher frei, kreativ einen eigenen theologischen Gesamtentwurf zu erzeugen, oder sich einem Projekt eines anderen Mitgliedes anzuschließen. Unausgesprochen dürfte es aber auch so sein, dass die Schriften des Neuen Testamentes (die Lehre Jesus Christus) die meisterhafte Richtschnur für den Bau des individuellen Glaubenswerkes als Ergebnis ernsthaften Erkenntnisringens dienen sollten.

Für mein Glaubenswerk sehe ich die Evagelienschriften und Glaubens-bekenntnisse als verpflichtend an. Weiterhin erkenne ich die Verpflichtung mich nach den spirituellen Lehrern der Christenheit zu richten, da sie Gott entweder geschaut, gesprochen oder Gott in der Transzendierung ihres Denkens begegnet sind - ich dagegen bin es wie viele andere Menschen noch nicht zweifelsfrei. Die strenge Anlehnung an den gewaltigen Leistungen der traditionellen Theologie und Mystik ist für mich unbedingte Notwendigkeit. Neuoffenbarungen, esoterische Deutungen, Spekulationen usw. sind für mich dagegen sekundär. 

Wie die Römisch-katholische Kirche und die Orthodoxe Kirche viele ihrer großen Theologen und Mystiker zu Kirchenlehrern erklärt haben, die eine christliche Lehrgemeinschaft bilden, und der Kirche Orientierung geben, so habe ich auch für mein Glaubenswerk 'meine Kirchenlehrer' gesucht und im Laufe der Jahre gefunden. Die Hoheit dieser Lehrerinnen und Lehrer steht außer Frage. Sie bilden nach meiner Erkenntnis eine Lehrgemeinschaft in Christus, und mit ihrer Wegbeschreibung will ich mich unbedingt auseinander-setzen, wenn auch nicht jede ihrer Aussagen von mir angenommen wird. Das ist besonders dort der Fall, wo sie Verneinungen anderer Religionen und spiritueller Strömungen enthalten. Aber dabei handelt es sich um folgerichtig begründete Ausnahmen - sonst sind diese Lehrer meine christlichen, mystischen, philosophischen Führer zum obersten Kirchenlehrer der Christenheit: Christus.

Die nachfolgende Lehrgemeinschaft besteht vorwiegend aus Theologen, Mystikern aber auch Philosophen - Christen, die je auf eigene Weise ihre Gotteserfahrung an uns weitergegeben haben. Theosophen und Anthroposophen habe ich nicht mit aufgenommen, da diese beiden Strömungen multireligiöse Erkenntnisbewegung sind. Auch die vielen großen heidnischen Meister sind nicht mitgelistet. Alle diese Lehrer führen über den Rahmen christlichen Glaubens hinaus, mir geht es aber zunächst erstmal einmal darum, 'mein' Christentum in mir zu verwirklichen, dass sich mit anderen, auch heidnischen Religionen verbindet.


Heraklit von Ephesos (* 540-535 v. Chr.; † 483-475 v. Chr.)

Sokrates (*469 v. Chr.; † 399 v. Chr.)

Platon (* 428/427 v. Chr. in Athen; † 348 v. Chr. in Athen)

Plotin (* ca. 205 in Ägypten; † ca. 270 in Minturnae, Kampanien)

Aristoteles (* 384 v. Chr. in Stageira; † 322 v. Chr. Chalkis)

Zenon von Kition (* um 333 v. Chr. Kition; † 264 v. Chr.)

Lucius Annaeus Seneca (* ca. 1 in Corduba; † 65 n. Chr. Rom)

Mark Aurel (* 26. April 121 in Rom; † 17. März 180 in Vindobona)


Dichter des Heliand ( ca. 830 ) 

Otfrid von Weißenburg (* 790; † 875 )  

Anselm von Canterbury ( * um 1033 in Aosta; † 21. April 1109 in Canterbury)

Bernhard von Clairvaux (* um 1090 auf Burg Fontaine-lès-Dijon bei Dijon; † 20. August 1153 in Clairvaux bei Troyes)  

Hildegard von Bingen (* 1098 in Bermersheim vor der Höhe; † 17. September 1179 im Kloster Rupertsberg bei Bingen)  

David von Augsburg (um 1200; † 19. November 1272 in Augsburg)  

Albertus Magnus (* um 1200 in Lauingen an der Donau; † 15. November 1280 in Köln)  

Thomas von Aquin (* um 1225 auf Schloss Roccasecca bei Aquino, Italien; † 7. März 1274 in Fossanova)  

Mechthild von Magdeburg (* um 1207 im Erzbistum Magdeburg; † 1282 im Kloster Helfta in Eisleben)  

Mechthild von Hackeborn (* 1241 auf Burg Helfta bei Eisleben; † 19. November 1299 im Kloster Helfta)  

Gertrud von Helfta (* 6. Januar 1256; † 17. November 1301 oder 1302)  

Dietrich von Freiberg (* um 1240/1245 in Freiberg; † nach 1318/1320)    

Luitgard von Wittichen (* 1291 in Schenkenzell im Schwarzwald; † 16. Oktober 1348 im Kloster Wittichen bei Schenkenzell)  

Juliana of Norwich (* um 1342 in England; † nach 1413)
 
Paracelsus (* 10. November 1493 in Egg bei Einsiedeln; † 24. September 1541 in Salzburg)      

Eckhart von Hochheim (* um 1260 bei Gotha – Hochheim, † vor 30. April 1328 in Köln)  

Johannes Tauler (* um 1300 in Straßburg; † 16. Juni 1361 in Straßburg)

Ludolf von Sachsen (* um 1300 in Norddeutschland; † 10. April 1377 oder 1378 in Straßburg)

Brigitta von Schweden (* 1304; † 23. Juli 1373 in Rom) 

Katharina von Siena (* 25. März 1347 in Siena; † 29. April 1380 in Rom)  

Thomas von Kempen (* um 1380 in Kempen, † 25. Juli 1471 im Kloster Agnetenberg bei Zwolle, Niederlande)  

Nikolaus von Kues (* 1401 in Kues an der Mosel, † 11. August 1464 in Todi, Umbrien)  

Theresa von Avila (* 28. März 1515 in Ávila, Kastilien, † 4. Oktober 1582 in Alba de Tormes, bei Salamanca)  

Johannes vom Kreuz (* 24. Juni 1542 in Fontiveros bei Ávila, Kastilien, † 15. Dezember 1591 im Kloster in Úbeda)  

Johann Arndt (* 27. Dezember 1555 in Ballenstedt; † 11. Mai 1621 in Celle)  

Jakob Böhme (* 1575 in Alt Seidenberg bei Görlitz; † 17. November 1624 in Görlitz) 

María de Jesús de Ágreda (* 2. April 1602 in Ágreda (Spanien); † 24. Mai 1665 ebenda)

Jane Leade (* März 1623 in Norfolk; † 19. August 1704)    

Jeanne Marie Guyon du Chesnoy (* 13. April 1648 in Montargis, Frankreich; † 9. Juni 1717 in Blois, Frankreich)  

Emanuel von Swedenborg (* 29. Januar 1688 in Stockholm; † 29. März 1772 in London)

Maria Cäcilia Baij (*4. Januar 1694 in Montefiascone, Italien †6. Januar 1766  in Montefiascone)

Giordano Bruno Januar (1548 in Nola; † 17. Februar in Rom )

Gottfried Wilhelm Leibniz (* 1. Juli 1646. in Leipzig; † 14. November 1716 in Hannover)  

Immanuel Kant (* 22. April 1724 in Königsberg; † 12. Februar 1804 in Königsberg)

Johann Gottlieb Fichte (* 19. Mai 1762 in Rammenau bei Bischofswerda; † 29. Januar 1814 in Berlin)  

Georg Wilhelm Friedrich Hegel (* 27. August 1770 in Stuttgart; † 14. November 1831 in Berlin)  

Friedrich Wilhelm Joseph Ritter von Schelling (* 27. Januar 1775 in Leonberg, Württemberg; † 20. August 1854 in Bad Ragaz, Schweiz; 1812 geadelt)  

Karl Christian Friedrich Krause (* 6. Mai 1781 in Eisenberg; † 27. September 1832 in München)  

Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher (* 21. November 1768 in Breslau; † 12. Februar 1834 in Berlin)  

Immanuel Hermann von Fichte (* 18. Juli 1796 in Jena; † 8. August 1879 in Stuttgart) 

Anna Katharina Emmerick (* 8. September 1774 in Coesfeld; † 9. Februar 1824 in Dülmen, Westfalen)

Johann Christoph Blumhardt (* 16. Juli 1805 in Stuttgart; † 25. Februar 1880 in Bad Boll)  

Matthias Joseph Scheeben (* 1. März 1835 in Meckenheim (Rheinland); † 2. Juli 1888 in Köln)

Hermann Kutter, Karl (* 12. September 1863 in Bern; † 22. März 1931 in St. Gallen)  

Leonhard Ragaz (* 28. Juli 1868 in Tamins; † 6. Dezember 1945 in Zürich)

Johannes Müller (* 19. April 1864 in Riesa; † 4. Januar 1949 in Elmau)  

Friedrich Rittelmeyer (* 5. Oktober 1872 in Dillingen an der Donau; † 23. März 1938 in Hamburg)

Johanna van der Meulen (* 1874 in Amsterdam,  †1959)

Maria Valtorta (* 14. März 1897 in Caserta/Italien; † 12. Oktober 1961 in Viareggio/Italien)

Paul Johannes Tillich (* 20. August 1886 in Starzeddel, Landkreis Guben; † 22. Oktober 1965 in Chicago, USA)

Dietrich von Hildebrand (* 12. Oktober 1889 in Florenz; † 26. Januar 1977 in New Rochelle, New York)

Adrienne von Speyr (*1902, †1967)

Hans Urs von Balthasar (*12.8.1905 Luzern, †26.6.1988 Basel)

Karl Rahner (* 5. März 1904 in Freiburg im Breisgau; † 30. März 1984 in Innsbruck)

Eugen Drewermann (* 20.Juni 1940)


 
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