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                                             von Ad. L. Goerwitz

         
   
   Unser Vater in den Himmeln – Du Vater von allem Leben   
in der Schöpfung weit und breit, Du Vater von Allem
Leben weit und breit, Du Vater von allem Leben in mir –
Du Vater von Allem in mir, was nach oben strebt, von
Allem in mir was gut und edel ist und nach Vollkommen-
heit drängt, von allem in mir, was Deine Züge trägt!

Dein Name werde geheiligt! Was Du mir gibst an Kräften
in Seele und Leib, werde geheiligt und Dir geweiht; die
Gedanken und Antriebe welche Du in mir weckst, mögen
unverfälscht und ungetrübt durch mich ausgelebt
werden und hell und rein an mir in Erscheinung treten.
So sei Dein Name geschrieben auf mich und auf mein
Tun und Lassen, und in seiner Heiligkeit erhalten
durch mich!

Dein Reich komme – Du, Herr, bist König, Dein Gesetz er-
leuchte mich, es leite mich den heutigen Tag, es führe
mich in der Aufgabe die durch Deine Vorsehung an mich
herantritt, das ich nicht aus meiner kurzsichtigen blinden
Eigenklugheit urteile und handle, sondern Dein Reich
baue da, wo Du mich hingesetzt hast!

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden!
Wie Dein Wille im Himmel geschieht, so geschehe er auf
Erden durch mich, heute, in dem, was ich da zu ent-
scheiden und zu tun habe! Nicht wie ich will, sondern
wie Du willst!

Gib uns heute unser täglich Brot – gib uns was wir zum
Leben nötig haben – Speise und Trank, Kleidung und
Obdach. Gib mir Arbeit, Gelegenheit zu nützen, und gib
mir Licht und Kraft, dass ich meine Pflichten recht und
freudig und in Deinem Geiste erfülle. – Gib mir auch
heute das Brot des Lebens: Lass mich in den Gelegen-
heiten die heute an mich herantreten, Schlechtes von
mir weise, und das Gute freudig tun.

Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben
unseren Schuldigern! Lass Deine Güte in unser Herz
scheinen, dass wir den Fehlern unserer Schuldner mit
Barmherzigkeit gegenüberstehen und sie vergeben! Ge-
denke unser nicht nach unseren Übertretungen, sondern
gedenke unser nach Deiner großen Güte. Sprich auch zu
uns: „Deine Sünden sind dir vergeben!“ und  mache
einen neuen Anfang mit uns nach Deiner großen Güte!

Lass uns nicht in Versuchung kommen! Halte mich wach,
dass ich die Gefahr sofort erkenne, durch die ich durch
meinen Hang zum Bösen geraten mag, und gleich an Dein
Gebot denke, dass mir da den rechten Weg zeigt. Führe
mich und lass mich Deiner Führung folgen, und das Böse,
das mich lockt, in Deinem Namen von mir weisen. Erlöse
mich vom Bösen, befreie mich vom Hang zum Bösen,
mach  meine Seele rein von allem Schlechten und
Falschem, dass ich ganz Dir gehöre.

Denn Dein ist das Reich, Dein, O Herr zu dem wir beten,
ist das Königtum, ist die Gewalt und alle Kraft, die da ist
und die ich brauche – Dein ist die Herrlichkeit, Dein die
Vollkommenheit, Anfang und Ende. Du bist der Erste und
der Letzte, der da war, der da ist, und der da kommt
von Ewigkeit in alle Ewigkeit!
Amen

        


 
   

  



                                                                                   



















 
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