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 Der Mensch kann in seinen Studien und in seinem Streben
nur ein schwaches Verständnis des Endzwecks des Uni-
versums erlangen, so schwierig es auch für ihn sein mag,
dies in Worten auszudrücken. Die Liberalkatholiken sind
nicht geneigt, heute den Glauben an etwas anzunehmen,
was den Charakter eines « letzten Gerichtes » hat im Ge-
gensatz zu einem Gericht « am Ende des Zeitalters », da
doch Wesen auf verschiedenen Wachstumsstufen vorläu-
fig voneinander getrennt werden könnten. Wir möchten
mit Augustinus sagen, daß Gott « den Menschen zur Un-
sterblichkeit erschaffen hat », und daß « unsere Herzen
immer ruhelos sind bis sie in Ihm die Ruhe finden ». Das
Vorhandensein einer ewigen Verdammnis stünde im
schärfsten Widerspruch zu der höchsten Güte, zu dem
wesentlichen Grundzug Gottes.
 
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