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  Die große geistige Freiheit, die unsere Kirche gewährt
 bedeutet für mich eine sehr große Verantwortung in der
 persönlichen Auslegung der Schriften und Traditionen
 der Christenheit. Auf den nachfolgenden Seiten will ich
 versuchen meine Glaubensüberzeugungen in Worte zu 
 fassen. Meine Auslegung entspricht dabei in vielen
 Dingen der Sichtweise der Römisch-Katholischen Kirche,
 von der ich viel lerne, weicht aber dort ab, wo andere
 ethische Hochreligionen verneint werden. Insbesondere
 bejahe ich die Lehren des Gautama Buddha, die vier
 vedischen Yogawege, die Lehren der Vaishnava, die
 Lehren des Zarathustra, sowie mit größerem Vorbehalt
 die altgermanischen Religion. Daher ist mein Glaube
 henotheistisch. Die Kernidee ist hierbei, dass alle
 ethischen Hochreligionen von Gott eingesetzt wurden,
 wie sehr sie auch später vom Ursprung abgefallen sein
 mögen. Krshna und Christus, Vishnu und der Vater sind
 für mich dieselbe Wesenheit. Auch kann ich hinsichtlich
 der Offenbarungen Gottes keine von Menschen er-
 dachte Grenze anerkennen, und halte die Mitteilungen 
 der zahlreichen christlichen Mystiker für bedeutender
 und unverfälschter als die Schriften des Alten
 Testamentes.
 In allen von mir bejahten Religionen wird eine deutliche
 Grenze zwischen Gut und Böse, Licht und Finsternis,
 selbstloser Liebe und Hass gezogen - zwischen Gottes-
 reich und dem Imperium der finsteren Kräfte und Wesen.
 Dieser Dualismus ist offensichtlich eine von Gott den
 Menschen vermittelte Lehre, an der ich unbedingt fest-
 halte auf dem lichten, weißen Pfad zu Gott.
 Ich möchte auch darauf hinweisen, dass meine Ge-
 danken weder Anspruch auf unumstößliche Wahrheit
 stellen, noch dass man den christlich-spirituellen Weg
 alleine auf die hier aufgezeigten Ideen stützen kann.
 Denn es bedarf für die erfolgreiche Fortsetzung unseres
 Weges die Hilfe von Vernunft und Wissenschaft, insbe-
 sondere der Psychologie, um unsere Seele vor Erkrank-
 ungen zu schützen. Jeder Mensch hat auch seinen
 eigenen Weg. Ich stelle hier nur meinen dar. 

      Siehe auch zur Einführung: Individualismus + Christentum               (ohne diesen Text werden meine Darstellungen meines Glaubens auf dieser Webseite eventuell nicht völlig richtig verstanden.)

                                                                        











 
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